Innovation – Ökopark Gewerbepark Hartberg
In Forschungsprojekten werden für innerbetriebliche Fragestellungen Problemlösungen und damit ein Technologie- und Know-How-Vorsprung erarbeitet.

Forschungsprojekte

Für Wirtschaftsbetriebe kann ein leicht verfügbarer, kompetenter Ansprechpartner – praktisch vor der eigenen Haustüre – von großem Vorteil sein. Erfahrungsaustausch und Technologietransfer sind keine leeren Worthülsen, sondern gehören zum Alltag am Ökopark. Einige Betriebe haben so bereits neue Produkte entwickelt und am Markt eingeführt. Sehen Sie unterstehend einen Auszug von bereits durchgeführten und derzeit laufenden Forschungsprojekten.

 

Unsere Partner für Beratung und Forschung

ÖKOPLAN Energiedienstleistungen GmbH

Technisches Büro mit den Schwerpunkten Planung und Herstellungsüberwachung im Bereich der Gebäude-, Energie- und Umwelttechnik, Contracting, Energieoptimierung, CO2-Konzepte, FM-Dienstleistungen, technische Planungs- und Dienstleistungen mit hohem Erfahrungspotenzial und innovativen Lösungen.

Am Ökopark 7
A-8230 Hartberg
www.oekoplan-hartberg.at

4ward Energy Research GmbH

Die 4ward Energy Research GmbH ist eine Forschungseinrichtung mit vielfältigen Betätigungsfeldern, unter anderem regenerative Energien, Energieeffizienz, Energieinnovationen, Smart Grids, Smart Cities etc. Im Rahmen dieser Themenbereiche ist die 4ward Energy Research GmbH in vielen nationalen sowie europäischen Förderprogrammen unterschiedlicher Programmträger tätig.

Reininghaus 13A
A-8020 Graz
www.4wardenergy.at

 

Forschung Burgenland GmbH

100%ige Tochter der FH BURGENLAND, deren Forschungsprojekte sich stark entlang der Bedürfnisse der Lehre entwickeln. In Form von Research Centers entstehen dort Forschungsschwerpunkte, die in die FH hineinwirken oder aus der FH heraus vertieft werden.

Campus 1
A-7000 Eisenstadt
www.forschung-burgenland.at

 

"Wer immer tut was er schon kann, bleibt immer das was er schon ist. " - Henry Ford -

Forschungsprojekte am Ökopark Hartberg

24.02.2020

Mit 1. November 2019 wurde das F&E-Projekt „LEC-Modelle“ gestartet, das die Entwicklung von Geschäftsmodellen über die zukünftig möglichen Energiegemeinschaften unter Einbezug von sogenannten Open Innovation-Akteuren zum Ziel hat. Dadurch wird es möglich, dass Photovoltaikstrom auch dem Nachbarn verkauft werden kann.

Der durch Photovoltaik resultierende Überschuss bei Endkunden im Niederspannungsnetz, also jene Strommenge, die nicht selbst verbraucht wird, muss bislang ins öffentliche Netz eingespeist werden und kann nicht an den Nachbarn verkauft werden. Das soll sich zukünftig ändern. Eingeleitet wurde diese Änderung durch das EU-Winterpaket 2017, welches den Rechtsrahmen für lokale Energiegemeinschaften vorgibt. Die nationalen Gesetze dafür müssen bis spätesten 12.2020 bzw. 06.2021 in Kraft getreten sein. Energie­gemein­schaften haben das Ziel, dass gewisse Gruppen an Stromkunden zukünftig miteinander Energie innerhalb dieser Gemeinschaften tauschen können. Durch diese Möglichkeiten ergeben sich neue Potentiale und auch neue Geschäftsmodelle. Aktuell besteht aber noch ein großer Forschungsbedarf, da der zukünftige rechtliche Rahmen auch große Änderungen unseres Energie- und Marktsystems erwirkt und zum aktuellen Zeitpunkt insbesondere noch viele rechtliche und wirtschaftliche Fragen offen sind.  Aus diesem Grund wurde das F&E-Projekt „LEC‑ Modelle“ ins Leben gerufen. Dieses Projekt wird im Rahmen der COIN-Programmlinie „Netzwerke – national“ (11. Ausschreibung) vom Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort gefördert und von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft abgewickelt. „Das Projekt „LEC‑ Modelle“ zielt darauf ab, für unterschiedliche Zielgruppen neue Geschäftsmodelle im Kontext der Energiegemeinschaften zu entwickeln“, so Projektleiter Dr. Thomas Nacht.

Bestandteil der Geschäftsmodelle-Entwicklung ist auch die aktive Mitarbeit bei der Gesetzesentwicklung gemeinsam mit den relevanten Stakeholdern, wie bspw. der e-Control oder verschiedenen Ministerien. Das Projektteam bringt hierbei Inputs aus der Praxis in die Entwicklung ein und beteiligt sich am breiten Expertendiskurs, damit die Basis für valide Geschäfts­modelle geschaffen werden kann. Nach Projektdurchführung sollen mindestens 6 Tarif- bzw. Geschäftsmodelle für Energiegemeinschaften entwickelt sein. Dazu erfolgt eine Zusammenführung von Stakeholdern und Technologie- sowie Serviceanbietern als Open Innovation-Akteure um Lösungen hervorzubringen, die den Bedürfnissen der NutzerInnen entsprechen.

„Das Projekt LEC-Modelle wird aufzeigen, dass Ökologie und Ökonomie bei der Dekarbonisierung unseres Energiesystems Hand in Hand gehen können“, führt Projektleiter Nacht weiter aus. Der Experte ist davon überzeugt, dass Energiegemeinschaften einen Beitrag zur Erreichung unserer Klima­schutz­ziele leisten und dabei ein großes Marktpotential aufweisen.

Beteiligte Unternehmen:

24.02.2020

Die Entwicklung einer innovativen Technologie zur Steuerung flexibler Kühllasten (Klimaanlagen) in Stromnetzen ist das Ziel des dreijährigen Projektes „Cooling LEC“, das vom Büro 4ward Energy Research gemeinsam mit den Stadtwerken Hartberg umgesetzt wird. Einfach erklärt: Über Energieplattformen wird Stromüberschuss aus Photovoltaikanlagen für den Betrieb von benachbarten Klimaanlagen verwendet. „Sozusagen Strom-Direktvertrieb“, so Projektleiter Alois Kraußler.

Echte Win-Win-Situation

Die im Projekt zu entwickelnde Lösung soll sich dadurch auszeichnen, dass sie mit einem Minimum an Mess- und Regelungstechnik auskommen wird. Mittels künstlicher Intelligenz in Kombination mit einer bestehenden Rundsteuerungsanlage werden die Kühlgeräte gezielt zugeschaltet, sobald das sinnvoll erscheint, das heißt wenn möglichst viel Photovoltaik-Überschussstrom vor Ort vorhanden ist. Die Vorteile für die Kunden und für die Umwelt liegen für Alois Kraußler auf der Hand: „Die Stromkosten werden geringer, gleichzeitig werden mehr Photovoltaikanlagen errichtet.“ Zu den Aufgaben der Stadtwerke zählen unter anderem die Planung und die technische Lösungsumsetzung, bei Übergang in den Regelbetrieb wollen die Stadtwerke auch als Drehscheibe für die jeweiligen Energieplattformen dienen. „Als Stadtwerke-Gruppe sind wir ein Komplettanbieter für Energiedienstleistungen, dieses Projekt passt deshalb genau in unseren Kompetenzbereich“, so Stadtwerke-Geschäftsführer Stefan Lorenzoni. In die Projektphase sind rund zehn Kühlanlagen aus dem Stadtwerke-Netzgebiet eingebunden, das Projektvolumen umfasst rund 250.000 Euro und wird im Rahmen des Forschungs- und Technologieprogramms „Stadt der Zukunft“ durchgeführt.

23.02.2020

Der Klimawandel findet bereits statt und bringt signifikante Veränderungen mit sich, die bereits für die Menschen in der Wirtschaftsregion Hartberg spürbar sind.

Die Wirtschaftsregion Hartberg, bestehend aus den Gemeinden Hartberg, Hartberg-Umgebung, St. Johann in der Haide, Greinbach und Grafendorf bei Hartberg, hat es als eine von 20 Regionen in Österreich in die nächste Phase, die Umsetzung, geschafft. Das KLAR! Programm des Klima- und Energiefonds hat sich zum Ziel gesetzt Regionen in einem zweijährigen Prozess auf dem Weg zur Anpassung zu begleiten, um eine nachhaltige Ressourcennutzung zu forcieren. Zahlreiche bewusstseinsbildende Maßnahmen sollen der Bevölkerung dabei helfen, sich mit den Veränderungen auseinanderzusetzen und die Region an den Klimawandel anzupassen.

Die KLAR! Wirtschaftsregion Hartberg hat sich in einem mehrstufigen Bewertungsprozess für die Anpassung verschiedenster Sektoren entschieden und es damit geschafft, alle relevanten Themenbereiche gleichermaßen zu adressieren. Insgesamt sollen in den nächsten  Jahren alle 10 Anpassungsmaßnahmen umgesetzt werden. Dadurch wird die KLAR! Region widerstandsfähiger gegenüber der Klimaerwärmung und nützt alle Möglichkeiten für eine zukunftsorientierte Entwicklung.

Weitere Informationen: https://klar-anpassungsregionen.at/regionen/klar-wirtschaftsregion-hartberg

Kontakt

Mag. Thomas Lattinger, Am Ökopark 10, 8230 Hartberg, 03332/62250-170, thomas.lattinger@oekopark.at

Projektpartner

21.02.2020

Projektzeitraum: 28.04.2015 bis 27.04.2019

Das Projekt ging der Frage nach, wie das Energieversorgungs- und Energienutzungssystem einer Stadt so flexibilisiert werden kann, dass die Stadt als „Energieschwamm“ das Energiedargebot im Stadtgebiet und dem Umland optimal aufnehmen und abgeben kann. „Die erneuerbaren Energieträger sind in ihrem zeitlichen Ablauf der Erzeugung nicht uneingeschränkt regelbar. Wir möchten mit dem Projekt zeigen, wie man mehr Flexibilität schafft“, sagt Projektleiter Markus Puchegger. „Wir betrachten das Stromnetz nicht separat, sondern bringen verschiedene leitungsgebundene Energieträger, also Strom, Wärme und Gas, auf ein gemeinsames Optimum.“ Das ist dann das sogenannte Hybrid Grid.

In der Weitverfolgung der seit vielen Jahren eingeschlagenen ökologisch orientierten Unternehmensstrategie hatten die Stadtwerke Hartberg diese zukunftsträchtige und „neue“ Art der Energiewirtschaft in Hartberg in Form eines Pilotprojektes realisiert und damit abermals neue Maßstäbe als „der ökologischer Leitbetrieb“ in der Region Hartberg gesetzt. Die Stadtwerke Hartberg waren als einer der Hauptpartner dieses großen Forschungsprojektes mit der Durchführung und Ausarbeitung dieser wichtigen Projektarbeiten beschäftigt.

Als Testobjekte für das drei Jahre dauernde Projekt dienten ausgewählte Demonstrationsobjekte wie Schulen, Wohnhäusern, Büros und Gewerbebetriebe, die sich im Netzgebiet der Stadtwerke Hartberg befinden. Auch die Wärme- und Kälteversorgung des gesamten Ökoparks wurde mit eingebunden. An die Betreiber dieser Testobjekte wurden Empfehlungen ausgegeben, wie sie den effizienten Betrieb des energieträgerübergreifenden Netzes unterstützen können.

Ziel des dreijährigen Forschungs- und Demonstrationsprojektes war es, aus den Erfahrungen Lösungsansätze für hybride Netze in unterschiedlich großen Städten abzuleiten

 

Projektpartner